

 |
| Öffnungszeiten |
|
Jeden Sonntag von Mitte Juni bis Mitte September jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr |
|
| Führung |
|
An Werktagen wird auf Voranmeldung für Gruppen eine Führung organisiert. Präsident Alpmuseum Tel. +41 (0)79 460 75 20 |
|
| Fahrgelegenheit |
|
Kur- und Verkehrsverein
Tel. +41 (0)81 330 30 17 |
|
| Eintritt |
|
| Der Eintritt ist frei - freiwillige Spenden helfen dem uneigennützigen Verein für den notwendigen Unterhalt |
|
| Essen |
|
| Beim Alpmuseum gibt es eine eigene Grillmöglichkeit |
|
|
| Allgemeine Informationen |
|
| Seewis verfügt über 5 Alpgebiete |
|
2 Kuhalpen (Fasons und Fals)
2 Messenalpen (Potz-Cavell und Alp Nova)
1 Rinderalp (Ochsenberg-Vilan)
1 Kalberweide (Heuberg und Kuhalp)
Schafweiden im Gebiet Sanalada bis Gawelljoch oberhalb des Wanderweges |
|
| Die Alpen ergeben insgesamt eine Fläche von rund 15 km² |
|
| Wichtige Daten |
|
1877 Baujahr der Hütte
1968 Einbau der Melkmaschinen (sie lösten das Handmelken ab)
1972 letztmals Zieger in dieser Hütte hergestellt
1985 letztmals Magerkäse in dieser Hütte hergestellt
2000 Abbruch und Wiederaufbau ebenhoch |
|
| Die zwei Alpen waren in vier Senntümer aufgeteilt |
|
- Fauschig-Senntum (vordere Hütte Fasons)
- Wunderig-Senntum (hintere Hütte Fasons)
- Werlig-Senntum (vordere Hütte Vals)
- Junker-Senntum (hintere Hütte Vals) |
|
Die Senntumsnamen stammen von alten Geschlechtern aus Seewis und sind heute noch auf hölzernen Melkeimern ersichtlich. |
|
| Das Personal |
|
- ein Senn (Oberhaupt)
- ein Zusen (fuhr jeden zweiten Sonntag mit Ross und Wagen ins Tal, um Proviant und saubere Kleider zu holen und brachte zugleich Zieger und Butter für die Bauern
- ein Küher (tagsüber Kühe hüten und abends kochen)
- ein Schreiber (Hüttenbub morgens Kühe einsammeln, Milch wägen, Anken [Butter] herstellen, Schermen putzen)
- Kalberhirten: Abwechslungsweise wurden zur vorderen und hinteren Hütte Kalberhirten (Knaben) zugeteilt. Je nach Weideort der Schäfer in Fasons oder Vals. |
|
| Eigentum |
|
Zum Eigentum des Sennes gehörte:
Rahmkelle, Harfe, Käserührer und «Modl» (Butterroller oder Butterverzierung) |
|
| Anschrift einer Teilung aus dem Jahre 1944 (Junker-Senntum) |
|
verarbeitete Milch 32’069.4 Liter
produzierter Käse 2’158.5 Kilogramm
produzierte Butter 826.6 Kilogramm |
|
Für ein Kilogramm Käse wurden 14.9 Liter Milch benötigt.
Für ein Kilogramm Butter wurden 38.8 Liter Milch benötigt. |
|
| Bad Ganey |
|
| 1617 |
Das Bad Ganey wurde erstmals erwähnt.
Die Quellen entspringen auf rund 1350 m ü.M. |
|
| 1741 |
In der ersten Badeschrift, verfasst von Georg Saluz, handelt es sich um ein Wunderwasser (Schwefelwasser). Das Bad war wohl vom Anfang an im Besitz der Familie Salis, die sich gegen Ende des 16. Jahrhunderts in Seewis niedergelassen hatte. |
|
| 1723 |
Die Familie Salis verkaufte das Bad für 280 Gulden (rund 9’000 Franken) an den Gerichtsschreiber Andreas Gansner, Seewis. |
|
| 1782 |
Das Bad ging käuflich an den Landammann Johann Salzgeber über. |
|
| 1799 |
Die Gebäulichkeiten wurden von den Österreicher Truppen zerstört. Heute sind nur noch wenige Überreste vorhanden. |
|
| 2000 |
Anlässlich der Bachverbauung im August 2000 bei der Brücke Ganey-Bach kam ein Holzstück zum Vorschein. Laut dem archäologischen Dienst des Kantons Graubünden liegt das Schlagdatum des Stammes im Zeitraum von 1643 bis 1653. Mit grösster Wahrscheinlichkeit steht dieses Holz in einem Zusammenhang mit dem Bad Ganey. |
|
|
Alpvokabular |
|
| Bazidli |
hölzerner Milchtragkübel |
|
| Schäfkli |
kleiner Eckschrank |
|
| Maissa |
halbe Sattellast |
|
| Tütschi |
Sägeblock |
|
| Tablat |
Holzgestell |
|
| Capara |
Handgeld im Viehhandel |
|
| Furgga |
Mistgabel, Heugabel |
|
| Gurla |
Morast |
|
| Pipa |
Mundstück am Trankkübel |
|
| Tragräff |
Transportgerät |
|
| Chema |
Holzfesseln für Schafe, Ziegen und Kälber |
|
|